Dienstag, 30. September 2008
Neid erzeugen
Auf dem Weg von Prince George in die Rocky Mountains:


Der Mount Robson, mit 3954 m der höchste Berg der kanadischen Rockies, den man angeblich niieee wirklich sehen kann, weil es dort immer neblig ist:
Der Mount Terry Fox:
Montag, 29. September 2008
Matt Groening-Gedaechtnis-Highway

Nachdem wir heute in einem Ort mit dem grossartigen Namen Smithers uebernachtet haben, fahren wir- bei bestem Sonnenwetter- weiter auf dem Highway Richtung Suedosten. Beim Ueberqueren der "Moe's road" tauchen bereits leichte Irritationen auf, Mittagspause machen wir am "Burn's Lake". Da jedoch weit und breit kein Atomkraftwerk zu sehen ist, beschliesse ich, dass ich unbedenklich meine Fuesse hineintauchen kann. Schoen!
Baeren gibt es gar nicht!
Sonntag, 28. September 2008
Samstag, 27. September 2008
Einmal Prince Rupert und nicht zurueck
Natuerlich moechte ich hier niemanden neidisch machen- so etwas liegt mir gar nicht!-, aber auf der fuenfzehnstuendigen Faehrfahrt von Port Hardy nach Prince Rupert konnten wir bei ueberwiegend sonnigem Wetter nicht nur grossartige Insellandschaft bewundern, sondern tatsaechlich diverse Delphine und Wale. Wir haben Buckel- und Killerwale identifiziert. (Keine Pottwale. Oder Petunientoepfe.)
Leider waren die Tiere meist zu weit entfernt fuer dekorative Photos, aber wir haben sie ja gesehen.
Freitag, 26. September 2008
Prost!
Irgendwann vernehmen wir im Autoradio die Information, dass diesen Samstag (27.10) irgendwo auf Vancouver Island- den genauen Ort haben wir nicht verstanden- Oktoberfest ist. Mit "jodeling contest"! Grundguetiger! Fuer so etwas fahren wir extra bis Kanada... zum Glueck werden wir am Samstag die Insel bereits Richtung Norden verlassen.
Aber apropos "Prost": In unserer Unterkunft in Port Hardy stellen wir fest, dass, um in Kanada Besitzer eines Hostels zu werden, eine gewisse Schrulligkeit wohl durchaus wenn nicht Voraussetzung so doch hilfreich ist. Der Herr hier ist- sagen wir es direkt- sturzbetrunken. Trotzdem versucht er tapfer, sich mit uns zu unterhalten, guckt dabei aber locker mit 2 Augen in 3 Richtungen. Bemerkenswert! Vielleicht hat er aber auch fuers Oktoberfest geuebt und das waren keine Smalltalk-, sondern Jodelversuche.
Baumpestbeule
"Duel"
Nach einer nachgerade luxurioesen Uebernachtung in Campbell River (wo es ausserdem strahlenden Sonnenschein, einen huebschen Hafen und ... oeh... spassige Strassenbeleuchtung gibt) werden wir auf der Weiterfahrt ploetzlich von einem riesigen Truck verfolgt. Eigentlich sind es sogar drei identische Trucks, die im Rueckspiegel auf der gewundenen Strasse durch die waldige Berglandschaft ein beeindruckendes Bild abgeben. Photographierversuche seitens Elodie werden jedoch offenbar nicht gern gesehen, der erste Truck setzt zur Verfolgung an. Wir bekommen Angst! Irgendwann sind die beiden anderen Trucks ploetzlich verschwunden, waehrend der erste uns immer dichter auf die Pelle rueckt. Was fuer ein fruehes und jaehes Ende unseres Kanadaurlaubs, in den Abgrund gedraengt von einem boesartigen Truck mit Photophobie. Wird man unsere ausgebrannten Leichen wohl jemals in der Wildnis finden?
Nach einer halben Stunde wachsender Angst endlich biegt der langsame Camper vor uns auf einen Rastplatz ab und wir koennen unserem Verfolger entkommen. Puh, gerade noch einmal gut gegangen!
Donnerstag, 25. September 2008
Die Quellen des Nil...
Auf der Fahrt nach Campbell River (nebenbei bemerkt mit zunehmendem Sonnenschein) kreuzten wir recht unvermittelt den "Nile Creek". Ich kam ins Gruebeln. Der Nil? Hier? In Kanada? Das erschien mir doch seltsam.
Tatsaechlich duerfte es sich um eine kleine wissenschaftliche Sensation handeln, dass sich die legendaeren Quellen des Nil tatsaechlich auf Vancouver Island befinden. Offenbar versickert das noch recht mickrig anmutende Rinnsal bereits nach wenigen Kilometern wieder, um nach laengerem unterirdischen Verlauf in Ruanda wieder aufzutauchen und dort zum weissen Nil zu werden. Mit der Veroeffentlichung dieser Entdeckung duerften wie Geographiegeschichte schreiben.
Allerdings muss ich zugeben, dass mich der "Thames Creek" einige Kilometer weiter doch ziemlich irritiert hat.
Allerdings muss ich zugeben, dass mich der "Thames Creek" einige Kilometer weiter doch ziemlich irritiert hat.
"If it's black, fight back"
So lautet die wichtigste der "bear aware"-Regeln, die wir heute frueh im Hostel in Port Alberni vorfanden. Grizzlys velieren das Interesse, wenn man sich tot stellt, Schwarzbaeren koennten auf die Idee verfallen, einen anzuknabbern (die Aasgeier Kanadas quasi). Daher solle man einen Schwarzbaren anschreien und bedrohen, er wuerde dann mit einiger Wahrscheinlichkeit abhauen.
Nun... interessant. Falls in diesem blog demnaechst ploetzlich keine Eintraege mehr auftauchen, hat es nicht funktioniert. Oder es war doch ein Grizzly, der das Geschrei nicht leiden konnte.
Zum Hostel selbst laesst sich moeglicherweise auch noch das ein oder andere anmerken. Es war... abenteuerlich (ich moechte aus Gruenden der Hoeflichkeit das Wort "gammlig" vermeiden). Auf ein Photo haben wir aus Sicherheitsgruenden ebenfalls verzichtet). Wir waren die einizigen Gaeste, der recht kauzige (das war wieder die hoefliche Variante) Besitzer wies uns jedoch darauf hin, dass in seinem Garten eine alte Baerendame lebt. Wir sind ihr nicht begegnet und konnten das Hostel unbeschadet verlassen, um weiter die Ostkueste hochzufahren.
Die Westkueste, die wir gestern kurz besichtigten, erwies sich als extrem verregnet.

Aber nicht mit uns! Bei so einem unhoeflichen Empfang fahren wir gleich wieder weg, es gibt schliesslich noch mehr Kuesten auf dieser Insel!!Zum Hostel selbst laesst sich moeglicherweise auch noch das ein oder andere anmerken. Es war... abenteuerlich (ich moechte aus Gruenden der Hoeflichkeit das Wort "gammlig" vermeiden). Auf ein Photo haben wir aus Sicherheitsgruenden ebenfalls verzichtet). Wir waren die einizigen Gaeste, der recht kauzige (das war wieder die hoefliche Variante) Besitzer wies uns jedoch darauf hin, dass in seinem Garten eine alte Baerendame lebt. Wir sind ihr nicht begegnet und konnten das Hostel unbeschadet verlassen, um weiter die Ostkueste hochzufahren.
Die Westkueste, die wir gestern kurz besichtigten, erwies sich als extrem verregnet.
Mittwoch, 24. September 2008
Karibisch
Wirklich grossartig in Victoria (neben der nicht genug zu lobenden Gastfreundschaft von Elodies Freundin N.) war aber nicht das erleuchtete Parlamentsgebaeude, sondern das karibische Essen in dem kleinen Lokal "Reef". Es gab koestliche Burger (zu gross, um ihn zusammenzuklappen), phantastische Reisgerichte und auch die Quesadilla schienen geschmeckt zu haben. Eine weitere neue Erkenntnis fuer mich war, dass es in der Karibik nicht nur Piraten und lecker Cocktails gibt, sondern durchaus schmackhafte Biere in optisch sehr ansprechenden Flaschen.
Dienstag, 23. September 2008
Whale watching!
...kraxel...
Kurzzeitig musste ich gestern abend befuerchten, eine Treppenstufenphobie entwickelt zu haben. Gluecklicherweise habe ich diese mittlerweile wieder ueberwunden und wir koennen beide sehr stolz auf unsere erfolgreiche Bergbesteigung sein. Auch wenn die "durchschnittliche Zeit von einer Stunde" irgendwie... oeh... nun... mit anderen Massstaeben bestimmt wurde. Trotzdem haben wir bei wundervollstem Wetter 933 Hoehenmeter (laut Tafel am Beginn des Aufstiegs) auf 2.9 km Strecke in 1:50 Stunde zurueckgelegt, einen wundervollen Blick ueber Vancouver geniessen und Baeren in (fast) freier Wildbahn beobachten koennen.


Auf der Negativseite laesst sich eventuell der ca. 80jaehrige Rentner erwaehnen, der uns nach drei viertel der Strecke joggend ueberholte. Ich weiss ja nicht, ob so etwas legal ist, ein kleines bisschen demuetigend ist es auf jeden Fall.
Und der Gipfel der Berges war gesperrt. Warum auch immer...
Montag, 22. September 2008
Kulinarische Seltsamkeiten
Zwar bin ich Essen betreffend Experimenten gegenueber durchaus aufgeschlossen, auf das Rosinenbrot mit gesalzener Butter jedoch haette ich eigentlich verzichten koennen...
ich muss ehrlich sagen, das ist aber auch etwas, womit man nicht rechnet, wenn ein Buttertopf eintraechtig neben einem Marmeladentopf steht. (In- um einmal ein voellig beliebiges Beispiel zu waehlen- Bielefeld ist so etwas eher unueblich)
Aber der Kaffee war gut!
Nun ist das alles zugegebenermassen fuer eventuelle Leser dieses blogs nur maessig interessant, aussagekraeftigere Informationen gibt es moeglicherweise nach unserem heutigen Aufstieg auf den Grouse Mountain.
Sonntag, 21. September 2008
Gefuehlte Sieben zu Null!
Der heutige Tag begann sehr frueh, verlief nach den gestrigen Gepaeckschwierigkeiten jedoch erstaunlich unkompliziert. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich mich manchmal selbst ueberrasche. Als Elodie (bereits erwaehnte Mitreisende) mir ein begeistertes "EsmeRALda, hast Du das Ergebnis gestern mitbekommen??" entgegenrief, antwortete ich nicht wie ueblich mit "Hae?", sondern wusste sofort worum es ging. Das gibt mir zu denken, ich werde da noch ein wenig in mich gehen muessen.
Ansonsten sieht der Indian Summer (nur unterbroochen von riesigen Kornkreisen) zumindest von oben schon sehr schoen aus, das Wetter ist zur Zeit etwas durchwachsen, die Kanadier bisher ausgesprochen nett (aufgrund nicht vorhandenen Kleingeldes bekamen wir sogar die Bustickets geschenkt). Weiteres gibt es, wenn unser Zeitgefuehl ebenfalls in Kanada angekommen ist.
Ansonsten sieht der Indian Summer (nur unterbroochen von riesigen Kornkreisen) zumindest von oben schon sehr schoen aus, das Wetter ist zur Zeit etwas durchwachsen, die Kanadier bisher ausgesprochen nett (aufgrund nicht vorhandenen Kleingeldes bekamen wir sogar die Bustickets geschenkt). Weiteres gibt es, wenn unser Zeitgefuehl ebenfalls in Kanada angekommen ist.
Samstag, 20. September 2008
Aber eigentlich eine gute Idee...
Da die werte Mitreisende und ich ja dann und wann auch unsere hellen Momente haben, beschlossen wir kürzlich, es sei doch sehr praktisch, das Gepäck bereits am Vortag einzuchecken. Also standen wir frohen Mutes heute Mittag eine geraume Weile am Lufthansa-Schalter an, um uns dann erklären zu lassen, daß der Hinflug ja von Air Canada übernommen würde, wir mögen uns doch dort bitte noch einmal anstellen. Glücklich, diese Verwirrung bereits am Vortag der eigentlichen Reise hinter uns bringen zu können, gingen wir auf die andere Seite des Terminals zum Air Canada-Schalter, um uns dort erklären zu lassen, bei Air Canada könne man sein Gepäck selbstverständlich nicht am Vortag einchecken, wir mögen doch bitte morgen früh (rechtzeitig!) wiederkommen.
Nun... was will man machen... Aber die Idee an sich finde ich nach wie vor total töfte!
Bleibt uns nur die Hoffnung, daß wir uns nicht morgen früh erklären lassen müssen, Sonntags hätten die Passagiere aus Umweltschutz- und Treibstoffspargründen das Flugzeug auf die Startbahn zu schieben und dann während des Startes aufzuspringen.
Nun... was will man machen... Aber die Idee an sich finde ich nach wie vor total töfte!
Bleibt uns nur die Hoffnung, daß wir uns nicht morgen früh erklären lassen müssen, Sonntags hätten die Passagiere aus Umweltschutz- und Treibstoffspargründen das Flugzeug auf die Startbahn zu schieben und dann während des Startes aufzuspringen.
Mittwoch, 3. September 2008
Eine Hymne!
Mein Gott, fast hätte ich es vergessen- wir brauche eine Hymne für unsere Reise!
Leaping from tree to tree! As they float down the mighty rivers of British Columbia! With my best girl by my side! The Larch! The Pine! The Giant Redwood tree! The Sequoia! The Little Whopping Rule Tree! We'd sing! Sing! Sing!
I'm a lumberjack and I'm OK
I sleep all night and I work all day
I cut down trees, I eat my lunch
I go to the lavatory
On Wednesdays I go shopping
And have buttered scones for tea
I'm a lumberjack and I'm OK
I sleep all night and I work all day
I cut down trees, I skip and jump
I like to press wild flowers
I put on women's clothing
And hang around in bars
I'm a lumberjack and I'm OK
I sleep all night and I work all day
I cut down trees, I wear high heels
Suspenders and a bra
I wish I'd been a girlie
Just like my dear Papa!
(Michael Palin)
Leaping from tree to tree! As they float down the mighty rivers of British Columbia! With my best girl by my side! The Larch! The Pine! The Giant Redwood tree! The Sequoia! The Little Whopping Rule Tree! We'd sing! Sing! Sing!
I'm a lumberjack and I'm OK
I sleep all night and I work all day
I cut down trees, I eat my lunch
I go to the lavatory
On Wednesdays I go shopping
And have buttered scones for tea
I'm a lumberjack and I'm OK
I sleep all night and I work all day
I cut down trees, I skip and jump
I like to press wild flowers
I put on women's clothing
And hang around in bars
I'm a lumberjack and I'm OK
I sleep all night and I work all day
I cut down trees, I wear high heels
Suspenders and a bra
I wish I'd been a girlie
Just like my dear Papa!
(Michael Palin)
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